Bernhard Gans

Vernissage: 23. Februar 2024, 19 Uhr

Ausstellung: 24. Februar – 23. März 2024

Öffnungszeiten: Do. und Fr. 16 – 19, Sa. 14 – 17 Uhr

Ort: Raum404, Nicolaistrasse 34/36, 20195 Bremen

Partitur

Bernhard Gans platziert seine Malerei als eine Zwischenform zwischen Gegenständlichem und Ungegenständlichem. Sie ist weder eindeutig dem ungegenständlichen abstrakten zuzuordnen noch klar dem gegenständlich Figurativem. Figur, Form, Struktur und Rhythmus sind neben eine expressiven Farbgebung stilgebende Merkmale seiner Arbeiten.

Durch Strukturierung und Rhythmisierung ergeben sich Räume oder Objekte, die durch Assoziationen an Gegenstände gemahnen, seien es konkrete Objekte wie an Menschen erinnernde Figuren, Gebäude Stadtlandschaften oder auch technische Gerätschaften und Schaltpläne. Zu solchen assoziativ les-, erkenn- oder auch benennbaren Objekten werden sie durch Wiederholung, Rhythmisierung und Strukturierung.

Ähnlich wie beim automatischen Schreiben sind seine Bilder nicht durch den bewussten Filter eines rational agierenden, planenden Künsterlsubjekts gegangen. Statt dessen sind sie abstrakten Ausdrücke eines organischen Strukturierungsprozesses, der sich von der Mikroebene bis zur Makroebene physikalischer Existenz aber auch in sozialen, akustischen oder visuellen Organisationsformen finden lässt.

Die Arbeit von Bernhard Gans findet dann statt, wenn er sich mit dem Gefundenen auseinander setzt und in die vorgefundene Struktur eingreift, sie expliziert und in seinem künstlerischen Schaffen verdeutlicht. In gewisser Weise wenden sich alle Dinge, sowohl die regelhaft strukturierten, als auch die Elemente des Bruchs und der Lücke uns zu, sie teilen sich uns mit, oder sie stehen zueinander und zu uns in Beziehung. So sind die Arbeiten von Bernhard Gans auch zu lesen als ein Prozess des sich in Beziehungsetzens.

1964 geboren in Backnang/Deutschland, gestorben 2048. Studium der Philosophie und Slawistk. Lebt in Bremen/Deutschland.

http://bernhard-gans.com/