{"id":3146,"date":"2026-02-09T17:47:04","date_gmt":"2026-02-09T16:47:04","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturbuero-bremen.de\/?p=3146"},"modified":"2026-03-31T11:47:31","modified_gmt":"2026-03-31T09:47:31","slug":"icons-altarbilder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturbuero-bremen.de\/en\/icons-altarbilder\/","title":{"rendered":"(ICONS) &#8211; Altarbilder"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Stephane Leonard<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vernissage: 21.03.2026, 19 Uhr.<\/p>\n\n\n\n<p>Artist Talk: 02.05.2026, 15 Uhr.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausstellung: 21.03. &#8211; 02.05.2026<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6ffnungszeiten: Do. und Fr. 16 &#8211; 19, Sa. 14 \u2013 17 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p> Ort: Raum404, Nicolaistrasse 34\/36, 20195 Bremen<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"731\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/kulturbuero-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Icons-3-731x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3148\" srcset=\"https:\/\/kulturbuero-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Icons-3-731x1024.jpg 731w, https:\/\/kulturbuero-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Icons-3-214x300.jpg 214w, https:\/\/kulturbuero-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Icons-3-768x1076.jpg 768w, https:\/\/kulturbuero-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Icons-3-1097x1536.jpg 1097w, https:\/\/kulturbuero-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Icons-3.jpg 1371w\" sizes=\"(max-width: 731px) 100vw, 731px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit der Ausstellung Icons l\u00e4dt Kulturnetz e.V ein weiteres Mal Stephane Leonard in seine ehemalige Heimat ein. In einem uneindeutigen Raum zwischen Zeichnung, Druck und Malerei liegend f\u00fcgt sich Leonards Arbeit in das kuratorische Konzept vom raum404 ein, der mit seiner  Programmgestaltung diese Stelle belegt. An der Schnittstelle zwischen Grafik, Illustration, Malerei und Comics arbeitend ist f\u00fcr Kulturnetz e.V. Schrift und Sprache immer schon eine zentrales Thema, von Ausstellungen zu abstrakten Comics bis hin zu Positionen des asemischen Schreibens.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Ausstellung <strong>(ICONS) \u2013 Altarbilder<\/strong> lenkt Leonard den Blick auf Schrift, aber eben nicht auf Schrift in ihrer Funktion der \u00dcbermittlung eines konkreten Bedeutungsinhalts. Statt dessen geht es um Schrift als Verweisstruktur. Bedeutung wird hergestellt, geht aber nicht im Zeichen auf sondern verweist im unabgeschlossen auf einen M\u00f6glichkeitsraum.<\/p>\n\n\n\n<p>Schrift in historischen Bildern erscheint nicht immer als lesbarer Text. In sp\u00e4t-mittelalterlichen Altarbildern finden sich oft Spruchb\u00e4nder und Inschriften, die eher fragmenteweise oder schwer entzifferbar eingesetzt werden: Sie markieren Bedeutung, ohne sie eindeutig zu machen. In orthodoxen Ikonen wiederum ist Schrift ein integraler Bestandteil des Bildwesens, nicht als erz\u00e4hlende Sprache, sondern als zeitlose Zeichen g\u00f6ttlicher Pr\u00e4senz (etwa die Buchstaben IC XC f\u00fcr Christus oder MP-\u0398\u03a5 f\u00fcr die Mutter Gottes).<\/p>\n\n\n\n<p>In (ICONS)- Altarbilder finden sich Spuren dieser historischen Praxis. Schrift entsteht hier nicht als Informationsmedium, sondern als offener Raum der Empfindung. Die Reduktion und Fragmentierung &#8211; \u00e4hnlich wie in der Ikone \u2013 schafft Leerstellen und Resonanz, sodass Bedeutung nicht vorgegeben wird, sondern im Betrachter entsteht. Die Fragmente jedoch bauen keine Bez\u00fcge zur Religion, sondern zur Popkultur, indem sich dort Liedtexte, Zeilen aus Romanen oder K\u00fcnstler:innen (Charli XCX) wiederfinden. Die zum Teil unlesbare Schrift wird zur Metapher f\u00fcr reale und aktuelle Sehns\u00fcchte, Hoffnungen und die Suche nach einer emotionalen Tiefe im Allt\u00e4glichen. Sie verweist dabei nicht auf etwas eindeutig Bestimmbares, sondern auf das, was wir im Unvollendeten erahnen, erinnern oder erhoffen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/stephaneleonard.net\/\">https:\/\/stephaneleonard.net\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Erm\u00f6glicht durch die Karin und Uwe Hollweg Stiftung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stephane Leonard Vernissage: 21.03.2026, 19 Uhr. Artist Talk: 02.05.2026, 15 Uhr. 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