Psicotropical queer Visions

Ein drittes Mal wird die mexikanische Künstlerin Rurru Mipanochia in Bremen zu Gast sein. Dieses mal in einer gemeinsamen Ausstellung mit der in Berlin lebenden kolumbianischen Künstlerin Xueh Magrini Troll. Beide beschäftigen sich in ihrer Kunst mir queeren Anliegen. Grundlegend bei beiden ist die Auseinandersetzung mit Sexualität, Körperlichkeit und Begehren jenseits der Heteronormativität. Trotz dieser thematischen Nähe präsentieren sich zwei sehr unterschiedlich arbeitende Künstlerinnen, die sich sowohl in den Gegenständen voneinander unterscheiden mit denen sie sich beschäftigen, als auch in ihren ästhetischen Positionen.
Rurru Mipanochia führt ihre Arbeit konsequent weiter und vermengt prähispanische Iconographien und aktuelle Debatten. Sie liefert damit eine Auseinandersetzung mit prähispanischen Kulturen und macht diese in einer postkolonialen Verschiebung der Diskurse fruchtbar für aktuelle Geschlechterpolitik. Xueh Magrini Troll beschäftigt sich mit aktuellen Lebensformen als queere Person in einer modernen westlichen Großstadt. So unterschiedlich diese Perspektiven sind, so ähnlich sind dann mitunter die in den Arbeiten durchscheinenden Problematiken, wie Begehren und Sexualität jenseits der normativen Vorstellung legitimer Sexualität, oder auch Körper- und Schönheitsnormen um nur zwei Beispiele zu benennen.
Wir freuen uns ausserdem im Rahmen des Chistopher Street Day Programms Veranstaltungen präsentieren zu können, in denen die Möglichkeit besteht mit den Künstlerinnen in direkten Austausch zu kommen. Die Veranstaltungen werden auf Englisch, Spanisch und Deutsch geführt und wo notwendig für die Besucherinnen übersetzt.